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Osteoporose

Für einen aktiven Alltag dank stabiler Knochen

Ist doch kein Beinbruch, oder?

Was passiert, wenn die Knochen leichter brechen

Vielleicht haben Sie es selbst schon erlebt: Ein kleines Stolpern, eine falsche Bewegung reicht, und der Knochen ist gebrochen. Wenn das Stichwort Osteoporose zum ersten Mal fällt, ist die Verunsicherung groß. Diese Broschüre will Ihnen helfen, Ihr persönliches Risiko zu erkennen und mehr über mögliche Behandlungsmethoden zu erfahren.

Osteoporose ist eine Erkrankung der Knochen: Da sich die Knochenmasse immer stärker zurückbildet, können Sie Ihre Knochen nicht mehr so belasten wie früher – Ihr Skelett wird zunehmend porös. Verformungen der Knochen und Brüche von Wirbelkörpern, Oberarmkopf oder Oberschenkelhals sind häufig die schmerzhafte Folge. Osteoporose trifft in erster Linie die Wirbelsäule, deren Wirbelkörper sich infolge von Brüchen und der veränderten Knochenstruktur verformen. Solche Verformungen können sich auch auf Bandscheiben, Wirbelgelenke und Bänder auswirken. Jede zweite Frau über 50 Jahren und 30 % der Männer über 70 Jahren leiden an Osteoporose und damit verbundenen dauerhaften Rückenschmerzen.

Osteoporose-Risikotest

Beantworten Sie die folgenden Fragen, und zählen Sie die jeweiligen Punkte zusammen:

Wenn Sie 5 Punkte und mehr erreicht haben, sollten Sie mit uns über eine individuelle Abklärung Ihres Osteoporose-Risikos sprechen. Die Gefahr, dass Sie in den nächsten Jahren einen Knochenbruch erleiden, ist erhöht. Wir beraten Sie persönlich, wie Sie Ihr Frakturrisiko verringern und Ihre Knochen stärken können.

Schwache Knochen, starke Belastung

Mit zunehmendem Alter verringert sich die Knochenmasse im Körper. Frauen ab 50 Jahren sind aufgrund ihres durch die Wechseljahre veränderten Knochenstoffwechsels stärker von Osteoporose und den damit einhergehenden Beschwerden betroffen als Männer. Gewissheit verschafft eine frühzeitige Erkennung durch die Knochendichtemessung.

Zu klassischen Osteoporose-Symptomen zählen:

  • „Witwenbuckel“
  • Überdehnung der Rücken- und Erschlaffung der Bauchmuskulatur
  • überproportional lange Arme
  • Größenverlust
  • lang anhaltende Rücken- oder Wirbelschmerzen

Die Folgeschäden im Wirbelsäulenbereich sind in der Regel:

  • Wirbelkanalverengungen
  • Arthrose der kleinen Wirbelgelenke (Facettensyndrom)
  • Verschleiß der Bandscheiben und Wirbelkörper
  • Schmerzen in der Muskulatur und in Sehnen- und Bandansätzen

Als Ihre Fachärzte mit spezieller Ausbildung zur Osteologie (Erkrankungen des Knochenstoffwechsels) bitten wir Sie zunächst um eine eingehende Untersuchung zur Abklärung Ihrer persönlichen Situation – nur so können wir die richtigen Maßnahmen mit Ihnen bestimmen. Um eine zuverlässige Diagnose stellen zu können, bieten wir Ihnen die spezielle DXA-Messung: Es ist das einzige Verfahren zur Knochendichtemessung, das die strengen internationalen Anforderungen an eine vertrauenswürdige Beurteilung erfüllt und uns hilft, herauszufinden, ob Sie von Osteoporose betroffen sind.

Machen Sie sich stark für Ihre Gesundheit!

Was Sie selbst tun können

Das Geheimnis eines gesunden Knochens ist der Knochenstoffwechsel und eine ausgeglichene Kalziumbilanz. Um den Erhalt der Knochenmasse aktiv zu unterstützen und Knochenbrüche zu vermeiden, empfehlen wir Ihnen:

  • regelmäßige Bewegung zum Training von Kraft, Ausdauer und Koordination: Gymnastik, maßvolles Krafttraining, Schwimmen
  • kalziumreiche Ernährung: mit Milchprodukten (Betroffene: 1.200-1.500 mg Kalzium/Tag)
  • gesunde und abwechslungsreiche Kost: Gemüse, Obst, Kräuter, Vollkornprodukte, Sesam, Tofu und kalziumreiche Mineralwässer
  • ausreichende Vitamin-D-Versorgung: durch ein gesundes Maß an Sonne
  • ggf. gezielte Nahrungsergänzung: durch die Gabe von Kalzium und Vitamin D – Vitamin-D-Mangel gehört heute zu den häufigsten Vitamindefiziten, die PatientInnen aufweisen
  • Vermeidung von übermäßigem Genuss eiweiß- und phosphathaltiger Lebensmittel: z. B. Fleisch- und Wurstprodukte, konservierte Lebensmittel und Limonaden
  • Vermeiden ungesunder Genussmittel: Alkohol und Zigaretten
  • sicheres Gehen und Stehen: auf rutschfesten Untergründen, mit flachem Schuhwerk, durch gute Beleuchtung und das Tragen von Sehhilfen sowie durch die Vermeidung von Stolperfallen

Zurück zu mehr Lebensqualität

Welche Möglichkeiten Ihnen die moderne Medizin bietet

Neben einer gesunden Lebensführung und Maßnahmen zur Vermeidung von Frakturen hat die moderne Orthopädie eine Reihe wirksamer Behandlungsmethoden erforscht und entwickelt. Als orthopädische Fachärzte u. a. mit der Zusatzausbildung Osteologie (DVO) betreuen wir Sie mit einem breiten Leistungsportfolio aus konservativen, schulmedizinischen, alternativen und operativen Verfahren, die wir speziell für Ihre Bedürfnisse zusammenstellen. Diese Leistungen werden teils als Kassen-, teils als Privat- und teils als IGeL-Leistung (individuelle Gesundheitsleistung) erbracht:

  • Orthomolekulare Therapie: Mit dieser modernen und wissenschaftlich anerkannten Form der Nahrungsergänzung führen Sie Ihrem Körper täglich lebenswichtiges Kalzium sowie alle Vitamine und Spurenelemente zu, die zur akuten Behandlung von Osteoporose notwendig sind, unterstützen den Knochenstoffwechsel und stärken Ihre Knochen nachhaltig.
  • Physiotherapie zur Mobilisierung und Stärkung Ihres Knochenskeletts, z. B. durch die Vibrationstherapie: Die eingesetzten Ganzkörper-Trainingsgeräte dienen der intensiven medizinischen Trainingstherapie. Eine spezielle, bereits in der Raumfahrt erprobte Beschleunigungstechnik löst in allen Körperzonen Muskelreflexe aus. So stimuliert, erlebt Ihr Körper das Training besonders intensiv, und Sie spüren schon nach wenigen Tagen erste positive Effekte.
  • Akupunktur zur Schmerzlinderung und -befreiung
  • orale oder intramuskuläre Gabe von Vitamin D nach entsprechender Labordiagnostik

Stabilität und Schmerzfreiheit auf Rezept

Ergänzend eignet sich eine auf Ihre persönlichen Bedürfnisse abgestimmte medikamentöse Therapie. Sie hat zum Ziel, den Knochenabbau zu hemmen, gleichzeitig für eine Steigerung des Knochenaufbaus zu sorgen und Ihre Schmerzen zielgerichtet einzudämmen. Zu unseren Behandlungsmöglichkeiten gehören:

  • Injektion von Denosumab zur Hemmung des Knochenabbaus
  • antiresorptive Therapie mit Bisphosphonat: zur Reduzierung des Knochenabbaus
  • Therapie mit knochenbildenden Wirkstoffen: Parathormon zur Steigerung des Knochenumsatzes
  • Behandlung mit Östrogen-Rezeptor-Modulatoren (SERMs) zur Erhöhung der Knochendichte
  • Gabe von Schmerzmitteln zur Verbesserung des Wohlbefindens und zur Steigerung der Lebensqualität

Unser Ziel: Ihre Gesundheit

Operative Lösungen vom Spezialisten

Im Einzelfall reichen konservative und alternative Verfahren nicht mehr aus, um Ihre Beschwerden zu lindern und Ihr körperliches Wohlbefinden wiederherzustellen. Gemeinsam mit renommierten Partnern halten unsere Spezialisten operative Lösungen für Sie bereit, die wir individuell mit Ihnen auf Ihre Bedarfssituation abstimmen.

Wirbelsäulenchirurgie:

  • Entlastung bei einer schmerzhaften Enge des Wirbelkanals (Spinalkanalstenose)
  • Wirbelsäulenversteifungen zur Vorbeugung weiterer schmerz- und schadhafter Wirbelveränderungen
  • Wirbelkörperersatz

Speziell bei den gefürchteten Wirbelkörperbrüchen gibt es seit einigen Jahren schonende operative Versorgungen. Zu einem unserer Schwerpunkte zählen dabei:

  • Zementauffüllungen von gebrochenen Wirbelkörpern: Bei der sogenannten Kyphoplastie werden gebrochene Wirbelkörper mit einem Kunststoffmaterial oder einem speziellen Biozement stabilisiert.

Sie sind nicht allein

Wir sind für Sie da: Orthopädie. Unfallchirurgie. Sportmedizin.

Als Ihre behandelnden Ärzte und auf Osteologie (DVO) spezialisierten Experten stehen wir Ihnen mit Fachwissen, Kompetenz und Erfahrung zur Seite, um das für Sie ideale Behandlungsschema zusammenzustellen. Ihre Zufriedenheit steht im Vordergrund unserer Arbeit. Bitte sprechen Sie uns auf Ihre Beschwerden, Fragen und Wünsche an. Wir freuen uns auf das Gespräch mit Ihnen!

Praxistipps und Hinweise

Wenn Sie sich mit anderen Betroffenen austauschen oder Ihr Wissen vertiefen wollen, finden Sie aktuelle Informationen bei folgenden Institutionen:

  • Wissenschaftlicher Dachverband Osteologie:
    www.dv-osteologie.de
  • Kuratorium Knochengesundheit e. V.:
    www.osteoporose.org
  • Bundesselbsthilfeverband für Osteoporose e. V.:
    www.osteoporose-deutschland.de
  • Netzwerk-Osteoporose e. V.:
    www.netzwerk-osteoporose.de

Broschüre

Osteoporose

Für einen aktiven Alltag dank stabiler Knochen

Zum Download (pdf, 0,6MB)